Alia Starporträt

Alia – Depperte Hormone

Wffwffwfff meine lieben Freunde,

habe ich vor kurzem noch gerätselt, was das mit dem „läufig sein“ bedeuten soll? Nun, jetzt weiß ich es besser und soll ich euch was sagen: Man hat es echt schwer als Hundemädchen mit dem Erwachsen-Werden. Birte sagt, sie kann das nachvollziehen, sie weiß wie es einem geht, wenn diese blöden Hormone im Bäuchlein Purzelbäume schlagen.

Was zum Beispiel beim Speisen in mir vorgeht: Robert, krieg ich echt nur das fade Trockenfutter? Du siehst doch, ich bin ein armes, armes Hascherl, bei dem die Hormone verrückt spielen – und kann neben viel Liebe, Kuscheln und Bäuchleinstreicheln auch ein bisschen super-leckeren Fisch vertragen. Oder wie wäre es mit einem Schweineöhrchen? Rinderpansen wäre auch nicht zu verachten. Bitte bitte bitteeeee !!! Siehst du denn nicht, wie schön ich meinen weiblichen Augenaufschlag beherrsche? Die Strategie, einfach das normale Futter stehenzulassen und abzuwarten, ob vielleicht noch was Besseres kommt, die funktioniert auch nicht, schöner Schaaaaß …

Und was, ich soll g e h o r c h e n ? Bei Fuß gehen, auf Zuruf kommen, Slalom zwischen den Menschenbeinen laufen, durch den Reifen springen, Twisten und Turnen … jaja, ich weiß schon wie das geht, aber ganz ehrlich: ich habe gerade so ganz und gar keine Lust dazu. Lasst mich doch bloß in Ruhe bitte! Setz ich mich halt hin und schau ein bisschen in den Wald, sollen Birte und Robert doch ihren Zirkus veranstalten …

Selbst beim Toben und Spielen verderben einem diese depperten Hormone den Spaß … Lieber Schlafen und mich in meine Höhle verzupfen, ist doch eh so haaaß draußen.

Und was sonst noch alles dabei rauskommt, zum Beispiel beim Spazierengehen: Huch, was will denn der Wuffimann da von mir, schnüffelt ganz aufgeregt an meinem Nüsschen rum … grrrrmmmlll, das lass ich mir aber nicht gefallen. Weg da, aber flott, du Bazi !!! MÄNNER !!! Was, es sollen noch „Stehtage“ kommen, an denen ich voll auf sowas abfahre, echt ??? Naja, es gibt schon ein paar fesche junge Rüden in der Gegend …

So, anderes Thema, das wird mir jetzt zu blöd. Ich muss euch noch was erzählen, auch wenn ich mich ein bisschen schäme: In den letzten Tagen, da war vielleicht was los, in der Abenddämmerung über unserem Rasen: Fliegende, brummende MONSTER. Hiiilfeee, die Riesenbrummkäfer setzen sich ja auch in mein Fell und auf meine Nase. Was, ich soll raus auf die Wiese Pipimachen? Nee, da zwicke ich lieber noch ein bisschen zusammen und warte, bis die MONSTER wieder weg sind. Habe ich mal gesagt, ich wäre ein Held? Birte und Robert haben mich glatt als „Schisser“ bezeichnet und gelacht (haben aber auch selber mit ihren Pfoten an ihren Köpfen rumgewedelt, die beiden Bazis). Na, mal überlegen, das darf ich doch nicht auf mir sitzen lassen. Perfekt, die Brummflieger kamen am nächsten Abend wieder. Also, tapfer sein, allen Mut zusammenkratzen, drauf los und … schnapp! Was, schon wieder weg? Gar nicht so einfach … nochmal probieren, vielleicht erwische ich ja doch einen dieser Junikäfer! Wenn diese Riesenbrummer nicht so debbad und unkontrolliert fliegen würden, die ändern ja ständig die Richtung, so schnell kann ich mich ja kaum meine Pirouetten in der Luft drehen, grullimuckl … Viel gewonnen habe ich bei der Aktion leider auch nicht an Ansehen … Birte und Robert standen daneben und haben wieder nur gegluckst und gekichert.

Manchmal hat man es einfach nur schwer …

Bussis mit Augenaufschlag,
Eure bemitleidenswerte Alia