Alia Starporträt JAN 18

Alia – Gewurfstag

„Geburtstag ist ein schöner Tag, ich jeden Tag Geburtstag mag“ Das gleiche habe ich genau vor einem Jahr schon einmal geschrieben. Und inzwischen ist mir klar: Irgendwie habe ich doch eh jeden Tag Geburtstag. Erst vor kurzem habe ich ein ganz neues fluffiges Kuschelbett und neues Spielzeug bekommen, so ganz ohne besonderen Anlass – und meinen Lieblingsbeschäftigungen kann ich eh jeden Tag nachkommen: Spielen und Toben, Schwimmen in der Alm, Kuscheln und Schlafen, ungefähr in der Reihenfolge.

Ich werde heute ganz offiziell zwei Jahre alt, „Wurftag“ war der 6.2.2016, inoffiziell richtig ist allerdings der 7.2. (ich habe nämlich als einer der letzten erst nach Mitternacht das Licht der schönen Welt erblickt und meine Geschwister sind eben vor Mitternacht gekommen). Vielleicht heißt das ja bei uns Fellnasen auch „Gewurftag“ oder „Gewürfeltag“, wer weiß … Bin ich jetzt eigentlich „erwachsen“? Birte und Robert sagen nein, ich wäre noch immer ein totaler Kindskopf – und die beiden fürchten, das wird noch länger so bleiben. Naja, immerhin kann ich inzwischen nicht nur meine Schublade ausräumen und meine Spielsachen in der Gegend verteilen, inzwischen kann ich auch alles wieder aufräumen und meine Schublade zumachen. Wenn das nicht „erwachsen“ ist, na dann weiß ich auch nicht mehr weiter.

Der liebe Robert hat mir zum Geburtstag ein Fotoalbum „Zwei Jahre mit Alia“ zusammengestellt und das auf „FACEBOOK“ gepostet. Jetzt sehen auch meine Geschwister wie prima es mir hier in Bad Wimsbach an der Alm geht. Vielen lieben Dank.

Apropos, wie zeigt man als Fellnase den Menschen eigentlich, dass man danke sagen möchte? Irgendwie verstehen die ja unsere Sprache nicht so wirklich. Mir ist da neulich eine Lösung eingefallen und das kam so: Ich schlafe ja bei Birte und Robert im Schlafzimmer. Normalerweise kein Problem, nur an einem Tag hat es nachts ganz heftig in meinem Bäuchlein gegrummelt und ich musste DRINGEND raus … Chef oder Chefin wecken, puuuh, echt nur wenn es gar nicht mehr anders geht. Ich tigere (oder wolfere) also hin und her, mal schauen ob einer der beiden wach ist. Nein, die schlafen beide tief und fest. Also Kopf auf den Bettrand legen und warten … Nix rührt sich. Hilfe, das wird immer dringender, also in den sauren Apfel beißen, guckt da irgendwo eine Nasenspitze raus? Ja bei Robert, mal gaaaanz vorsichtig stupsen … Und da kommt schon so ein verschlafenes Brummen „Alia, was ist denn los, musst du etwas raus?“ … Robert weiß inzwischen schon, dass ich ihn nur wecke, wenn es wirklich wichtig ist. Wie lange der aber noch braucht um sich zu räkeln und aus den Federn zu kommen, hallloooooo, bittebittebitte, es ist eeeecht dringend. Endlich, hurra, raus aus dem Schlafzimmer, runter die Treppe, Terrassentür auf und raus in die eiskalte Nacht. Was für eine Erleichterung, puuuh. Schnell wieder rein, Robert macht keinen glücklichen Eindruck, so was von brummelig verschlafen. Wir legen uns also beide wieder in unsere gemütlichen Kojen. Konnte aber nicht gleich schlafen, musste noch überlegen: Wie sage ich jetzt dem lieben Robert nur „danke“? Da kam mir ein Geistesblitz. Robert mag es ja total gerne, wenn ich ihm ein Bussi auf die Nase gebe (viele andere mögen das gar nicht, komisch – und auf den Mund, da darf ich das auch bei Robert nicht, das darf nur die Birte). Also: nochmal raus aus meinem Bett, hin zu Robert, Schlabbabussi auf die Nase und schnell wieder zurück in die Falle. Geschafft. Ob er es kapiert hat? Vermute schon, war auf alle Fälle ziemlich überrascht und kam nochmal zu mir um mir die Ohren zu kraulen, gar nicht mehr brummelig.

Alles Gute zum Gewürfeltag meinen Geschwistern und ein herzliches Rawuff an alle anderen treuen Leser,

Eure Alia