Alia & Robert MAI 17

Alia & Robert

Rrrawuff meine Lieben,

alles ok bei euch? Auch so heiß und schwül wie bei mir?

Langsam aber sicher wird es Zeit, dass ich euch mal ein bisschen über den Robert erzähle, schließlich ist das unser Rudelmitglied, mit dem ich mit Abstand die meiste Zeit verbringe – und so ziemlich der Einzige, dem ich nach Herzenslust Ohren, Nase und Glatze abbusseln darf.

Das war nicht immer so, ihr werdet es nicht glauben. Ähnlich wie seine Mama hatte der liebe Robert nämlich mal eine Höllenangst vor Wuffikollegen. Naja, ich habe es ja auch schon selber erlebt, dass so manche Fellnasen, die wir unterwegs treffen gar nicht lieb sind und auch nicht zum Spielen aufgelegt. Da gibt es welche, die knurren und gehen mich voll an. Verstehe ich auch nicht, denke aber, dass das mehr an deren Herrchen als an meinen Kollegen selber liegt.

Vor laaanger Zeit, als der Robert noch Welpe war, da musste der Arme miterleben, wie so ein total aggressiver Schäferhund seinen Papa angegriffen und ihm den halben Oberarm zerfleischt hat. Nicht schön das. Der Robert-Welpe hat dann jahrelang einen großen Bogen um die Stelle gemacht wo das passiert ist – und er hatte eine tiefe Höllenangst vor Hunden allgemein.

Und diese Angst hat sich lange gehalten. Einmal, viel später, schon fast erwachsen, da hat er Sprachkurs in Spanien gemacht und ging abends zu Fuß von einer Party zu seiner Gastfamilie heim. Da wurde er plötzlich von einer Meute zähnefletschender Hunde umringt, war aber schlau genug, dass er die Ruhe bewahrt hat und ganz langsam aber sicher bis zur Tür gegangen ist – und dann nichts wie rein ins Haus. Seine Gastfamilie hat gemeint: „Um Gotteswillen, niemals nicht im Dunkeln draußen spazieren gehen, alle Hunde der Siedlung tun sich nachts zusammen und machen die Straßen unsicher, immer nur Taxi fahren!“ Sachen gibt’s …

So Schritt für Schritt, ganz langsam aber sicher hat er dann erkannt, dass nicht alle meine Kollegen böse Monster sind. Da gab es zum Beispiel den Bobby (kurz „Bobsn“) von seinem Freund Lupo (nomen est omen). Das war ein total gut erzogener Schäfer – und wahrscheinlich der erste, bei dem er sich getraut hat, mal ein bisschen zu streicheln …

Aber selber einen Hund zu haben, neeeee, abgelehnt !!! Da konnte die Birte noch so mit Engelszungen reden – auch wenn er hin und wieder mal bei einer Fellnase gemeint hat „na süß ist er ja schon“ …

Momo & Diana

Schuld war am Ende eine Lammkeule, die hat er von einer Reise nach Island mitgebracht – und Gero, Diana und „Tante“ Momo kamen schnell zu Besuch um beim Auffuttern zu helfen. Und als Momo dann so im Garten gespielt hat, da war das Eis gebrochen. Originalton: „Macht sich schon gut, so ein Wuffi im Garten“.

Fast wäre ja dann die Line zu Birte und Robert gezogen, Momos Schwester. Nun musste sich der Robert konkret mit dem Gedanken anfreunden, eine Fellnase in die Herde aufzunehmen.

Line & Birte

Da gab es noch heftige Zweifel. Am Ende hat er nur gemeint: „Birte, ich habe kein Bauchgefühl was Hunde betrifft, ich muss mich voll auf deinen Bauch verlassen, dass das das Richtige ist“. Als klar wurde, dass Line nicht nach Bad Wimsbach kommen würde, ihr Frauchen konnte sich doch nicht von ihr trennen (gottseidank – wer weiß wo ich sonst gelandet wäre), da hat er selber die Initiative ergriffen, im Internet gestöbert, mein Bild bei CHARLOTTE gefunden – und dann war es in kürzester Zeit klar, dass ich in Bad Wimsbach einziehen würde.

Und da ging die Geschichte los.

Dog Dance

Dickes feuchtes Schlabbabussi,
Eure Alia

PS: Hier noch was Aktülles, das letzte Bild vom Dog Dance bei ELISABETH, das macht SPASS !!!