Alia Im Schnee FEB 18

Alia und der Tiger

Uuuuuaaaaaaah meine Lieben,

nein, so ganz gut gelingt mir das Gebrüll leider doch nicht, das ich am Wochenende gehört habe. Wir waren nämlich im Tierpark „Hellabrunn“ in München – und das noch mit dem lieben Gustiiiiii, juhuuuu. Da dürfen wir Fellnasen mitkommen – das ist nicht ganz selbstverständlich. Wir waren ja schon früher in Wels in so einem kleinen Zoo, aber das gestern, das war mit einem Wort: MEGA !!!

Es ging los mit einem Schwarm langstelzigen, rosaroten Vögeln, die einen unvorstellbaren Lärm machen. Danach schwarz-weiß-gestreifte Pferde, riesige „Yaks“ und noch riesigere graue Berge die sich langsam auf 5 Beinen bewegen. Müffeln zwar nach hundert Pferden, aber sind doch uninteressant, viel zu träge und zum Spielen ungeeignet.

Dann gab es „Pinguine“ und „Seehunde“, die mich neugierig beäugt haben – die waren nur hinter Glasscheiben im Wasser – und so ganz ohne Geruch konnte ich nicht recht einschätzen was das ist. Warum haben die mich nicht reingelassen, wäre doch so gerne mitgeschwommen und im Wasser mit denen rumgetollt, so aber: ebenfalls uninteressant.

Dann wurde es richtig heftig. Wir kommen um eine Ecke und auf einmal riecht es nach tausend Miezekatzen, hurrrraaaaa, wo sind die, will spielen. Und dann wird es mir langsam bewusst: da hinter dem Gitter, das ist kein gelb-schwarz gestreifter Hügel, der bewegt sich ja und gähnt … das ist eine Megamiezekatze. Robert nannte das „Tigerkatzitatzi“. Mir hat ja mal eine kleine Mieze mit ihrer Tatze eins auf die Nase gegeben, au tat das weh. Aber dieses Monster … wenn mir das mit der Tatze eine langt, dann zerlegt es mich ja in Einzelteile. Das Tigerkatzitatzi könnte mich sogar mit einem einzigen Haps verschlingen mit seinem Riesengähnerachen und Zähnen fast so lang wie mein Schwanz. Hiiiiiiiiiiiiiiiilfeeeeeeeeeeeeeeee, Rrrrrawufffff, ich will weg hier !!! GEFAHR !!! Oder doch näher ran, neugierig wie ich bin ??? Nein !!! FLUCHT !!! Meine Zweibeiner haben auf mich gehört und wir sind schnell weitergegangen. Dieses Monster hat mir ziemlich Respekt eingeflößt, hat bei meinem Bellen nur kurz den Kopf gehoben und ließ sich so gar nicht beeindrucken. Gut, dass die Riesenmieze hinter einem Gitterkäfig wohnt, puuuh.

Das Herzklopfen wurde wieder langsamer – aber dann kommen wir um die nächste Ecke – und da liegt so ein Tigerkatzitatzi ohne jeden Schutz direkt neben dem Weg. Rrrrrrrrrrrrawuffffffffffffff … WARNUNG … Rrrrrrrawuffwuffwuff … Birte, Robert … Rrrrrrrrrawuffidiwuff, seht ihr das denn nicht? Bitte bitte schnell weglaufen, Rrrrramegawuffnochmal !!! Aber nein, was machen die denn da ??? Robert geht ruhig auf das Tigerkatzitatzi zu, streichelt dem den Kopf, Birte redet ruhig auf mich ein und geht auch näher ran. Hiiiiiiilfeeeeeeeeeeee, ich muss hier mit Leine gehen, ich kann doch nicht alleine wegrennen, Rrrrrraaaaaaaa, muss das sein ??? Es hat lange gedauert, bis ich mich ein bisschen beruhigen konnte und auch näher ran bin. Zuerst musste ich feststellen, dieses Tigerkatzitatzi riecht ja gar nicht nach Mieze, es bewegt sich auch gar nicht, ja ist sogar total eiskalt. Sieht nur so aus, ist aber was ganz anderes, vollkommen uninteressantes und deplaziertes Metallteil. Puh, da war ich aber froh.

Auch sonst ein Megawochenende. Endlich jede Menge Schnee in diesem Winter bei Gusti in Dorfen, spielen und toben bis zum Umfallen. Wir haben einen Zweibeiner mit drei Aussie- und einem Bordercolliekumpel getroffen. Das war ein Spaß, der hat rote „Frisbees“ über die weiten Schneewiesen geworfen. Da war ich voll dabei, da konnte Robert seine „Gummiwurst“ einpacken, die fliegt ja gar nicht so schön und so weit. Nur Schneeballschlacht ist schöner. Die Kumpels waren aber langsam, so was, war immer der erste am „Frisbee“ und hab es ihnen vor der Nase weggeschnappt, ätschbätsch. Der Zweibeiner hat dann was von „Hundesport“ und „Bayerischen Meisterschaften“ geschwafelt, was das wohl sein mag? Tscha, egal.

Jetzt sind wir wieder daheim, ich darf wieder ausschlafen und von Tigerkatzitatzi träumen. Mir geht es prima.

Ein ganz liebes Schlabbabussi an alle,
Eure Alia