skip to Main Content
Alia – Winterzauber

Alia – Winterzauber

Rawuff meine lieben Freunde,

Winter ist doch echt megageil, oder? Was sagt ihr denn zum neuen Titelbild, wie ich dem Robert dabei helfe, einen Schneewichtel zu bauen? Es haben schon ein paar Freunde gefragt, wie er denn das in der Badehose in der Kälte machen konnte. Ganz einfach, er saß zwischendurch immer wieder mal im „Hot Pot“ bei 40 Grad und hat sich aufgewärmt. Ich habe das nicht nötig, habe ja meinen flauschigen Winterpelz – und habe lieber weiter Schneebälle gejagt, das macht Spaß!

Weniger Spaß hat es mir gemacht, über unseren verschneiten Almsteg zu gehen. Es macht mir ja nix aus über Gitter zu laufen, habe das oft in den Bergen auf Klettersteigen bewiesen – und auch über diesen Steg bin ich schon oft gegangen, aber diesmal war das anders. Robert und Birte meinten zuerst, ich hätte mir wehgetan an den Beinchen, haben dann meine eingeklappten Ohren gesehen und gemerkt, dass ich echt Bammel hatte. Die beiden haben vermutet weil es glatt wäre und ich Angst hätte in den kalten Fluss zu fallen, auch falsch gedacht. Haben denn die beiden nicht gesehen, dass der Schnee zwischen den Ritzen der Bretter nach unten rieselt, meine Alarmglocken haben voll gebimmelt: Das ist eine unsichere Schneebrücke, die könnte doch einstürzen, ein Urinstinkt tief in meiner Winterhundeseele. Aber nur der ist mutig, der seine Angst zu bezähmen weiß (wie ein berühmter Druide mal gesagt hat). Also Ohren angeklappt und im „Wischmop“-Kriechgang gaaanz vorsichtig über den Steg gekrochen. Ich bin ja ein Held !!!

Wenn wir schon beim Urinstinkt sind, ich muss gerade lernen voll dagegen anzuarbeiten. Wir machen „Giftködertraining“ bei Elisabeth in der Mensch-Hund-Schule. Ich muss lernen, feine Gutzis, die ich finde, liegenzulassen und immer erst meine beiden Menschchen fragen ob ich sie nehmen darf. Echt urschwer – aber auch das geht, schaut euch doch mal das Bild an: Elisabeth versucht gerade mich zu „vergiften“, Birte sagt „nix da“ und ich drehe um weil ich ja bei ihr doch was viel Besseres bekomme.

Tscha, und für mein schönstes Wintererlebnis, da gibt es kein Bild. Robert ist doch ein Trottel, er sollte langsam wissen, dass er die Fotobildermachmaschine immer dabei haben sollte … Wir waren neulich in Dorfen bei Gusti und Roberts Mama. Der Fluss dort heißt Isen (nein, die fließt nicht in Mittelerde sondern in Bayern). Die Isen hatte Hochwasser und dabei ist megaviel Wasser in die Wiesen gelaufen. Das ist dann gefroren und es gibt jetzt riesige Eisflächen. Robert meinte das wäre urlustig und hat meinen Ball aufs Eis geworfen, ich natürlich hinterher … was hat es mir meine Beinchen weggezogen, konnte gar nicht mehr bremsen, bin voll übers Ziel hinausgeschlittert. Robert und Gusti haben sich einen Ast gelacht – und ich fand das ebenfalls total lustig. Beim zweiten Mal konnte ich das schon ein bisserl besser abschätzen, habe im Vorbeirutschen den Ball mit meiner Schnauze erwischt. Nach ein paar Versuchen hatte ich den Dreh raus: einfach ein bisserl langsamer, die Beinchen ein bisserl senkrechter aufsetzen, Krallen benutzen – dann kann man sicher übers Eis galoppieren. Robert und Gusti haben nicht mehr gekichert, denen stand der Mund offen, wuahahahahihihi. Habe in wenigen Minuten eine vollkommen neue Gangart gelernt – ja, ich bin echt ein Held !!!

Jetzt höre ich auf, die nächste Schneeballschlacht ruft.

Wünsche euch viiiiiel Schnee und ähnliche Winterfreuden, Schlabbabussi
Eure Alia

PS: Entschuldigt bitte, jetzt hätte ich doch fast das Ergebnis unseres Megaprojektes vergessen … bitteschön, hier unser Schneewichtel: