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Alia – alles wieder gut

Hurrraaa meine lieben Freunde,

es geht mir wieder gut. Ich habe mich so lange nicht gemeldet, weil ich jetzt die erste längere Krankheitsgeschichte meines jungen – na ja, nicht mehr ganz jungen – Hundelebens hinter mich gebracht habe.

Das ging los, da lag noch Schnee – also eigentlich doch noch gar nicht so lange her. Wie das genau passiert ist, das wissen wir nicht. Da tobe ich noch durch den Schnee – und auf einmal schmerzt mein Pfötchen, hmmm, mal ein bisschen schonen und humpeln. Ein paar Meter weiter treffen wir einen Wuffi-Kollegen und ich bin eh schon ganz vorsichtig. Aber auf einmal, da stelle ich meine hintere rechte Pfote auf den Boden und dann tat das so furchtbar weeeehwiiiiiiiiiiinseeeeel. Ich habe mich gleich ins Unterholz verzupft und wollte erst gar nicht mehr raus – es ist echt manchmal schwer, ein Held zu sein.

Meine Menschchen sind furchtbar erschrocken – und es hat eine ganze Weile gedauert bis ich mich wieder raus getraut habe und nach Hause gehumpelt bin. Birte und Robert waren total niedergeschlagen – und dann sind wir zur Frau Tante Doktor PETRA. Die hat erst mal gemerkt: Nein, es ist nichts an den Kniebändern und nix an der Hüfte – in dem Moment hat man bei Birte und Robert einen Stein von der Seele plumpsen hören. Mein Zehchen war total blau. Inzwischen wissen wir, das war nicht nur ein „Nagelbett-Trauma“, sondern die war voll gebrochen.

Naja, das hieß erst mal: Tabletten gegen die Schmerzen (wenigstens in Supergutzis verpackt), Pfötchen in Käsepappeltee baden – und das Schlimmste: RUHE geben – kein Rennen, Toben, Fetzen, immer nur Pausepausepause – fuuurchtbar. Kurze Spaziergänge ohne Tannenzapfen-Fangen, ohne Rumfetzen an den Schotterbänken der Alm, kein Ballspielen im Garten. Was blieb mir anderes übrig: Viel Chillen, zum Fenster rausgucken um zu sehen was draußen los ist (gottseidank haben wir hier bodentiefe Fenster, da entgeht mir nix, hihihi).

Wenigstens Fressen macht noch Spaß, manchmal sogar Spaghetti mit ein bisschen Schweineschmalz oder Lebertran, hmmm, das liebe ich. Birte hat mir sogar neue Kekse gebacken, mit Kokosöl und Haferflocken (superlecker – und das soll auch gut sein für meine Zähnchen). Das Toben haben wir durch Suchspiele ersetzt – da bekomme ich Gutzis wenn ich bestimmte Gegenstände anzeige (das nennt sich „Geruchsunterscheidung“) Habe doch tatsächlich in den letzten Wochen ein Kilo zugelegt, bei so wenig Bewegung und so feinem Futter.

Ja und dann, dann hatte ich plötzlich an anderen Stellen Schmerzen, am Beinchen gegenüber und auch vorne. Anscheinend habe ich mich durch die „Schonhaltung“ voll aus dem Gleichgewicht gebracht und meine Muskeln spinnen. Gottseidank hat die ELISABETH von der Mensch-Hund-Schule eine Kollegin, die knetet mich jetzt einmal pro Woche durch. Die heißt Moni und die nennt das „Massaschieren“ (oder so). So richtig entspannend finde ich das nicht, wenn da jemand an meinen Aua-Beinchen rumdrückt – nur Birte meint, sie würde gerne mit mir tauschen: Jemand, der ihr den Rücken massaschiert und jemand, der sie vorne mit Erdbeeren füttert, das fände sie echt megatoll (hmmm, was sind denn Erdbeeren ??? Muss ich rausfinden).

Inzwischen alles wieder leinwand – nur mein Zehchen ist jetzt ein bisschen dicker als vorher. Ich darf wieder rennen und toben, schwimmen in der Alm, Hoopern bei Elisabeth – und Hundekumpels waren auch schon da zum Spielen. Es tut auch kaum noch weh – das Massaschieren scheint voll zu helfen. Das Leben ist schön und ich bin wieder ein Held.

Hurrraaaa !!!

Rawawuff,
Eure Alia