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Alia – Diese Zweibeiner

Alia – Diese Zweibeiner

Jauuul ihr lieben Zweibeiner,

alia-und-birte-dez-16so langsam aber sicher mache ich mir Gedanken darüber, was ihr eigentlich für seltsame Wesen seid. Wenn ich mir Birte und Robert so ansehe, hmmmm … Also riechen können die ja praktisch gar nix, obwohl sie so riesige Zinken in den Gesichtern haben. Beim Hören schneide ich auch eindeutig viel besser ab. Ich merke bei den Spaziergängen viel früher, was da alles „im Busch“ ist als die beiden. Sehen tu ich vermutlich auch besser. Wenn die nicht ihre Augen eine ganze Etage über mir hätten, dann wäre ich der erste, der sieht wenn ein Radler, Jogger oder Wuffi-Kollege zum Spielen daherkommt. Und dann könnten die mich nicht so schnell an die Leine nehmen, die beiden Bazis – schneller laufen kann ich nämlich auch! Andererseits: hergeben will ich Birte und Robert sicher nicht. Immer wenn ich mit Kollegen spiele und die mal zu Birte oder Robert gehen, um sie zu beschnüffeln, dann flutsche ich schnell zwischen deren langen Beine um ganz deutlich zu zeigen: DAS SIND MEINE ZWEIBEINER !!! Die gebe ich nicht her !!!

Mega-kälte-empfindlich scheinen die Menschen auch zu sein, was die alles an Stofffetzen überwerfen, bevor sie rausgehen, das ist schon verrückt. Da lobe ich mir doch meinen kuscheligen Pelz, was schert mich die Kälte draußen, im Gegenteil. Prima Jahreszeit jetzt, toben ohne dass mir heiß wird.

Was bei den Zweibeinern ganz sicher besser funktioniert als bei uns Vierpfötern, das ist die Sprache – scheint viel differenzierter zu sein als unser Wuffeln, Jaulen, Knurren und unsere Körpersprache. Andererseits … jetzt brauchen Birte und Robert schon meine Hilfe um sich zu unterhalten – oder anders gesehen: Die beiden missbrauchen mich als Postbote. Das funktioniert so: Birte ist oben und spielt was rum (sie legt so kleine Teile zusammen, die mal ein Bild ergeben sollen – wenn die wüsste, dass ich ein paar Teilchen schon zerkaut habe …). Robert werkelt derweil unten in der Küche und braut dieses Gesöff aus schwarzem Pulver mit dem Milchschaum oben drauf (scheinen die Zweibeiner sehr gerne zu mögen). Und wenn die Tassen auf dem Tisch stehen, zusammen mit einem Keksteller, dann komme ich ins Spiel. Robert nimmt den Dummy, kritzelt was auf einen Zettel, steckt ihn rein, zusammen mit ein paar Gutzis, ruft mich, sagt „nimm den Dummy“ und „bring den Dummy zur Birte“ – und ich rase los nach oben. Oben kriege ich dann mein Gutzi, Birte sagt „prima, der Kaffee ist fertig“ und kommt mit mir runter. Also ehrlich: früher haben die das sicher auch ohne mich hingekriegt, was soll denn das Ganze? Naja, immerhin bekomme ich ja etwas für meine Botendienste …

Ja und der ganz große Unterschied, da beneide ich die Zweibeiner echt: das sind die Hände. Was die alles damit machen können, das ist unglaublich. Türen auf- und zumachen (vor allem die Kühlschranktür und die Tür zum Vorratskammerl). Den Dummy befüllen und öffnen (besonders wichtig). Spielzeug festhalten und daran zerren – kein Vergleich wenn ich da reinbeiße, die sind mit den Händen einfach schneller und stärker, so a Schaaaß. Und dann sind das noch zwei davon … mit der einen Hand zerren und mit der anderen meine Füßchen kitzeln, da könnte ich echt fuchsig werden, grrrrummllll. Und dann knurrt der Robert noch genau wie ich um mich anzustacheln. OK – macht ja auch Spaß das Ganze.

Ja und absolut megaaffengeil sind die Zweibeinerhände zum Streicheln und Krabbeln, hmmm, wenn die mich abends so in Trance streicheln, das ist schon super. Letzte Nacht waren Birte und Robert ganz besonders zärtlich, da hatte ich schreckliche Träume und sie mussten mich beruhigen. Wenn die auf Ihrer Bilderscheibe auch so einen Schrott anschauen, wo ständig geknurrt und gebrüllt wird (ich glaube, das hieß „Herr der Ringe“).

Sooo, ich mach mal Schluss, mein Ghostwriter sagt, er muss jetzt „wieder was arbeiten“ tststs …

Ganz liebe Kaltnasenstupser allen warmen rosa Nacktzinken,
Eure Alita