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Alia – HURRA URLAUB !!!

Alia – HURRA URLAUB !!!

Tere kallid sõbrad & sveiki dārgie draugi,

hatte ich mich vor kurzem noch beschwert, dass Robert immer ganz ohne mich in den kühlen Norden fährt und mich mit Birte in der Affenhitze daheim lässt? Nun, das war ein bisserl zu früh. Wir waren jetzt im URLAUB !!! Alle ZUSAMMEN !!! Und im kühlen NORDEN !!! Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Dänemark, echt voll super für uns Fellnasen.

Ich weiß ja schon fast gar nicht mehr, was ich da alles erlebt habe, manches war ziemlich übel und es ist mir schwer gefallen, mein Heldentum unter Beweis zu stellen. Vor allem die Böden. Da gab es zum Bleistift so einen komischen Plastiknoppenboden über den ich gehen musste, darunter hat es vibriert wie blöd – und diese „Fähren“ haben auch noch hin- und hergeschwankt, puuuuh. Außerdem waren wir da manchmal die ganze Nacht unterwegs, nirgends eine Wiese zum Pipimachen, nur glatter Boden, meine arme Blase ist fast geplatzt bis wir endlich wieder draußen waren auf dem Gras … Oder ein schwankender Steg auf dem See, eine vereiste Holzbrücke über den Bach, echt schwer für die Helden so ein Urlaub!

Ansonsten echt leinwand das alles, fast jeden Tag am Meer, Schwimmen im See und Toben im Wald, Verstecken spielen im Schilf, rennen auf endlosen Wiesenflächen, urmegaaffengeil !!!

Und es war echt wunderschön kalt, habe mir gleich einen dicken Winterpelz zugelegt, ich musste ja im „Vorzelt“ schlafen, praktisch im Freien und das bei frostigen Temperaturen.

Überhaupt das Lagerleben im Zelt, das war megaprima – 24 Stunden, 7 Tagen die Woche unsere ganze krasse Herde zusammen, ohne dass Birte oder Robert zwischendurch arbeiten mussten, stark! Da konnten wir ausgiebig spielen wie nie zuvor, keine Glotze und kein Computer weit und breit, nur in Bücher haben meine Menschchen manchmal geguckt. Auf der anderen Seite kam das Schlafen fast ein bisschen kurz, mein armes, armes Hirn hat ja kaum geschafft, all das Neue zu verarbeiten …

Zwischendurch waren wir in echt riesigen Städten, die hießen Stockholm, Helsinki, Tallinn, Riga, Vilnius, Kopenhagen. Das ist vielleicht anstrengend, so viele Menschenbeine und komische Düfte. Wir haben uns da oft in Kaffeehäuser verzupft, vor allem wenn es geregnet hat. Nur in Dänemark, da ging das nicht, das ist ein blödes Land: Da dürfen wir Wuffis „aus hygienischen Gründen“ nirgends mit hinein, da will ich nicht mehr hin bitte. In den anderen Ländern war das kein Problem, da kamen immer gleich nette Menschen mit Wassernäpfen und ich konnte viele Lächeln auf die Gesichter rundum zaubern.

Am Abend nach den Städtetouren, da war ich immer voll platt und habe mich schnell freiwillig in meine „Höhle“ verzupft.

Und dann das Autofahren, keine Ahnung wie weit wir weg waren von daheim, Robert hat was von 6000 km Fahrt geschwafelt, wie weit das wohl sein mag in Hundelaufstrecken? Meistens habe ich ja in meinem Geschirr auf der Rückbank geschlafen – aber manchmal durfte ich mich da hinten frei bewegen. Da sind wir ganz langsam über holpernde Pisten gejuckelt.

Und was es da alles zu gucken gab: Wiesen, Wälder, Seen, Kühe, Schafe, Pferde. Das wollte ich alles sehen, aber es ging nicht. Wie schaffen es denn die Menschen, dass sie da ihre Augen offenhalten und nicht einschlafen und gegen den nächsten Baum fahren? Ich habe es nicht geschafft, meine armen Äuglein sind immer schwerer geworden, wie sehr ich auch versucht habe, sie offen zu halten.

Und jetzt, jetzt sind wir wieder daheim, auch super, all mein Spielzeug ist wieder da und endlich kann ich wieder schlafen so viel ich will. Besuch war auch schon wieder da – und ich durfte sogar Roberts Mama, die früher sooo viel Angst vor mir hatte, ein Bussi zu ihrem 80sten Geburtstag geben (naja, ein bisschen beschwipst war sie da schon).

Andererseits … schon auch wieder fad daheim, wenn Birte und Robert arbeiten … Man kann halt nicht alles haben …

Suudlema, skūpsti, peck, kyssar, suudleb & bučiniai,
Eure Alia