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Alia im Arvernerland – oder: une loupine heureuse II

Schalut schuschammen,

gibsch hier wasch schu trinken? Latürnich: lecker Wein für meine Zweibeiner – und Wasser für mich. Und schu eschen? Klar doch: lecker Käse, Baguette, Fisch und Fleisch für meine Zweibeiner – und Trockenfutter für mich. Sagt mal ehrlich: Ist das gerecht? Ich muss wieder einmal protestieren – auch wenn das nix nützt. Scheinen jedenfalls kaum ernst genommen zu werden, meine Proteste. Es hat sich nie wirklich etwas gebessert, obwohl ich seit Jahren immer mal wieder an dieser Stelle lamentiere …

Wir waren seit einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder einmal auf Reise – in dem so unglaublich Wuffi-freundlichen Frankreich. Erst in einem Teil, der nennt sich Arvernerland – später ein Abstecher in die Provence (die kannte ich ja schon, siehe „une loupine heureuse I“) – und am Ende in einem Gebirge namens Schevennen (oder so ähnlich).

Viel fades Autofahren – aber noch viel mehr tolle Abenteuer: Leben auf fast leeren Campingplätzen (es war dort das Ende der Saison und die waren kurz davor, alles für den Winter dicht zu machen) – jede Menge Flüsschen zum Baden (die hießen Ardèche, Allier, Hérault, Verdon, Dordogne, …).

Und vor allem: Wandern ohne Ende – auf roten Lavahügeln, in weiten Hochflächen mit jeder Menge Rindviechern, in dunklen Kastanienwäldern mit Wildschweinduft, in der sonnigen, nach Lavendel und Rosmarin müpfelnden „Garigue“ – und in tiefen Schluchten mit furchtbar steilen Wänden (die heißen dort Gorsches). Dazu Picknick und Schlafpause irgendwann zwischendurch. Oft saßen meine Zweibeiner auch in netten kleinen Städtchen bei einem Pain au Chocolat und einem Tässchen Kaffee Olé (oder so) – und ich musste wie immer brav unterm Tisch liegen mit einem Schüsselchen … na was wohl: Wasser – Protest!

Das heftigste Abenteuer, das war eine Nacht mit heftigem Gewitter im Zelt. Puuuh, das war arg, selbst für einen Helden wie mich! Ach neee: ich glaube, ich muss ja in aktueller, gedschenderter Deutscher Sprache eher „Heldin“ sagen, oder? Nachdem meine Höhle (Anmerkung des Ghostwriters: die Hundebox im Vorzelt) fast voll Wasser gelaufen wäre – und nachdem das Blitzen und Donnern einfach nicht aufhören wollte, sind wir mitten in der Nacht bei strömendem Regen umgezogen ins Auto. Sonderlich bequem war das nicht – aber wenigstens trocken und blitzesicher.

Jetzt sind wir wieder daheim, weniger Abenteuer, mehr Schlafen (wenn die beiden vor den Bildschirmen sitzen) – aber auch mehr Liegestuhl-Kuscheln. Birte und Robert haben beschlossen, sie müssen noch öfter ins Arvernerland – und soll ich euch was sagen: Ich protestiere nicht! Ganz und gar nicht!!! Sooo schööön dort.

Bisous, bisous allen meinen Freundinnen und Freunden – und damit meine ich Hündinnen und Hunde, Menschinnen und Menschen, Jedis und Jeden, der sonst noch mein Geschreibsel liest (wer weiß, vielleicht ja sogar die Blindschleichinnen und Blindschleichen in unserem Garten) … hmmm … in welcher Reihenfolge sage ich das jetzt, ohne dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt ??? Is ma wuaschd !!!

Wüff wüff wüff, euer Lupinchen