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Alia – Unsere Welt Ist Cool

Alia – Unsere Welt ist cool

Uuuiiiaaa ihr Lieben,

da bin ich wieder … eigentlich wollte ich ja gar nicht mehr weiterschreiben – aber anscheinend habe ich inzwischen einen riesigen Fanclub, der nur noch darauf wartet, was es Neues gibt. Da hat sogar jemand gemeint, ich soll ein Buch schreiben, das würde er sofort kaufen.

Sprich, es geht weiter – auch wenn der Robert (mein Ghostwriter) derzeit ein bisschen unkonzentriert und übermüdet ist. Ich habe da den Verdacht, das hat mit mir zu tun … ihr solltet ihn mal sehen, mit welcher Miene er mich morgens um halb sechs raus auf die Wiese bringt, um mein Bächlein zu machen.

Ja und dann muss ich gleich was korrigieren. Ich hatte ja mal den Verdacht, Robert und Birte putzen nie. Stimmt nicht, die machen das tatsächlich hin und wieder. Robert mit so einem lärmenden schwarzen Elefanten ohne Beine aber riesigem Saugrüssel, komisches Ungeheuer, wirklich nicht ganz geheuer. Birte dagegen mit einer süßen, haarigen nassen Bestie an langem Stiel, das ist ein prima Spielkamerad. Ich glaube jedoch, das ist alles für die Katz‘ – einen Tag später schaut es doch hier eh wieder aus wie ___ (bitte einsetzen, was immer ihr wollt). Und jetzt muss ich euch was Wichtiges fragen: was bedeutet denn das Wort „resistent“ ??? Das hatte ich in meinem Stundenplan noch nicht. Beim Putzen meinen Birte und Robert immer, seit ich da bin wären sie „resistenter“ gegen Dreck, Kacke und Pisse. Was heißt denn das? Ich habe da so eine Ahnung, das wäre kein Kompliment für mich. Könnt ihr mir das bitte bitte erklären? Die anderen drei Wörter kenne ich eh …

alia-und-der-wasserschlauch-mai-16Ja und sonst: ich entdecke gerade die Welt und ich muss schon sagen: echt cool !!! WASSER ist spitze. Birte und Robert haben mich mal in diese komische Glaskabine geführt, da wo sie immer splitterfasernackt drinstehen und sich so wohlig räkeln. Da gibt es einen Kopf, da braust Wasser raus, echt cool, da musste ich gleich meinen eigenen Kopf reinstecken. Viel besser ist allerdings die lange, grün-rote Riesenschlange im Garten, der spritzt das Wasser nur so aus dem Maul, das macht Spaß da in den Strahl reinzubeißen. Danach meinen die beiden immer, ich sehe aus wie eine getaufte Maus – dann sagen sie wieder, ich werde mal ein richtiger Wasserratz. Geh bitte !!! Ich bin doch keine Maus und kein Ratz‘ nicht, die spinnen manchmal, die beiden. Auch bin ich ganz sicher kein Esel, keine Fledermaus, kein g’spinnerter Uhu, kein Kragen- oder Waschbär, kein Känguruh und schon gar kein Spatzi !!! Ich bin ein AUSTRALIAN SHEPHERD aus dem Hause ARRAKIS !!! Und mein Name ist ALIA !!! Diesen Namen haben Birte und Robert für mich ausgesucht und ich bin stolz darauf: ALIA, die Erhabene (arabisch) – ALIA, die ins verheißene Land zurückkehrende (hebräisch) – ALIA, die edle Beschützerin (niederländisch/russisch). Die spanische Verkleinerungsform ALITA, das Flügelchen kann ich gerade noch akzeptieren und dann ist Schluss! So, das musste mal gesagt werden – und jetzt weiter im Text:

alia-an-der-alm-mai-16Der absolute Höhepunkt letzte Woche, das war unten an der Alm (der Fluss, nicht die auf dem Berg). Da durfte ich mit den beiden reinwaten. Mehr als nur coooool … brrrrr, sch…kalt !!! Aber: Als ich wieder rauskam waren Birte und Robert schließlich da – und ich muss schon sagen, Menschen sind doch manchmal prima nützliche Wesen, die haben Hosen und Röcke, die kann man als Handtuch verwenden, sich darauf drehen und wenden, und dann ist man wieder trocken – genial – nur die beiden, die haben gar nicht begeistert dreingeschaut.

Ja und dann war ich mit den beiden an ihrem zehnten Hochzeitstag in so einem Haus, wo sich viele Menschen zum Essen treffen. Ebenfalls cool, ich war der Star des Abends, selbst die Wirtsleute sind immer wieder an meinem Tisch gekommen und haben mich so lieb gestreichelt. Die sagen, sie hätten da so einen ähnlichen Wuffi daheim in einem Riesengarten und ich darf gerne mal zum Spielen kommen. Heee, Birte, Robert, wann darf ich da wieder hin???

Apropos Streicheln, ich habe den allerbesten Bäuchleinkrabbler gefunden, der heißt Gusti, ist Roberts Papa und hätte mich am liebsten gleich mitgenommen. Na gottseidank nicht, der ist echt schwer von Begriff. Steht auf einmal auf, hört auf mit dem Krabbeln und geht an den Tisch um aus einer Tasse so eine schwarze Brühe mit Milchschaum zu trinken und Kuchen zu futtern. Heee, nicht aufhören, schau wie ich mich räkle und strecke, weiiiitermaaaachen !!! Naja, wie ich schon mal feststellen musste: Manchmal kapieren die Menschen echt nicht, was ich von ihnen will. Da bleibe ich doch lieber da. Robert ist nämlich auch spitze im Ohrenknuddeln und Füßchenmassieren – und manchmal kapiert er auch, wenn ich da noch viel mehr haben will.

Und Bürsten kann er mich auch prima, da kommen eine Menge flauschige Haare aus meinem Pelz. Der Robert hängt den Wollknäuel dann immer an einen Baum, dann kommen die Blaumeisen, holen das Knäuel und tragen das in das Häuschen oben auf dem Pfosten im Garten. Da hört man inzwischen manchmal ein leises Fiepen. Cooool, da gibt es Meisenbabys, die sich in meine Haare kuscheln dürfen.

alia-lieblingsschlafplatz-mai-16Der Garten ist überhaupt total cool. Da kann man zum Beispiel an Weinreben knabbern. Da wird zwar der Robert sauer, aber das macht nix. Wenn er nicht hinschaut, dann knabbere ich weiter. Letzthin habe ich aber versucht, an einem Bäumchen zu nagen, das nennt der Robert „Goldregen“. Klingt toll, oder? Aber da wurde er richtig böse, hat irgendwas von „giftig“ genuschelt. Ich glaube, das lasse ich in Zukunft doch lieber bleiben. Und einmal hat mich diiiieser Robert einfach gepackt, mir das Maul aufgerissen und das Blättchen rausgepopelt, an dem ich gerade genüsslich gekaut habe. Ja spinnt denn der? Er nannte das „Herbstzeitlose“. Ich glaube, das werde ich auch von meiner Speisekarte streichen, das will ich nicht mehr erleben, ich will doch viel lieber, dass Robert mich krabbelt, streichelt, massiert … Benutze ich halt den Garten zum Schlafen, das ist auch herrlich.

alia-im-tierpark-wels-mai-16Noch mehr Geschichten? Na klar doch, gestern war auch ein irre toller Tag. Ich durfte in den Tierpark. UUUUUUUIIIIIII war das spannend, so viele komische Wesen. Ein Perlhuhn, das aufgeregt gackernd vor mir herlief, kleine Zicklein zum Schmusen, Äffchen, die ganz vorsichtig hinter dem Ast hervorgelugt haben, eine Gans, die mich ganz wild angefaucht hat … Ich glaube, ich sollte generell ein bisschen mehr Respekt vor diesen Vögeln haben. Da gab es so einen ganz großen, schwarz-weißen mit süßem Baby im Nest. Der hat mit seinem langen roten Schnabel auf mich gehackt, AUUUAAAA.

Hmpff, gar nicht so einfach mit dem Respekt. Da gibt es auch noch die Jessi hier in der Nachbarschaft, Wuffi so wie ich, aber mit der ist nicht gut Kirschen essen, da werfe ich mich mal schnell auf den Rücken, damit sie mir nix tut. Ich will doch nichts Böses, nur Spielen. Überhaupt meine Wuffikollegen, komisch. Da gibt es viele, die gar nicht spielen wollen, Aiko schnüffelt nur ein bisschen an mir rum, der riesige „Silber“ interessiert sich gar nicht für mich (vielleicht ist das ja ein Kalb und kein Hund ???). Und Mira ist so groß und wild … Moooomooooo, wo bist du, ich brauche jemanden zum Fetzen und Tooooooben !!!

alia-in-der-haengematte-mai-16So, eins noch und dann ist Schluss. Ich habe den allercooolsten Ort entdeckt. Ich darf ja nicht aufs Sofa und nicht auf die Stühle –aaaaber, da gibt es so ein riesiges Gestell, da haben Birte und Robert vor kurzem eine lange Stoffbahn eingehängt und da darf ich rein. Das schaukelt dann hin und her und hin und her und … und dann … dann weiß ich nichts mehr, dann schlafe ich immer ein. Das geht mit Robert, mit Birte – und alleine kann ich das auch schon – nur beim Rein- und Raussteigen brauche ich ein bisschen Hilfe.

Echt cool, meine Welt !!!

Schlabbabussi auf Nase und Öhrchen – und bis zum nächsten Mal,
Eure Alia