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Robertitos Reisen – Galapagos-Seelöwen

Robertitos Reisen – Galapagos-Seelöwen

Ein herzliches Hallo an alle Weltenbummler,

bereit für ein paar Abenteuer? Nachdem mich schon so viele gefragt haben, ich soll doch bitte die Anekdoten und Kuriositäten, die ich während meiner Reiseleitungen zum Besten gebe, zum Nachlesen online stellen: Bitteschön, es geht jetzt endlich los.  In loser Folge werden hier so nach und nach Geschichten aus meinem Reiseleiterleben veröffentlicht, teils aktuell, teils aus der Vergangenheit. Würzen werde ich das Ganze zwischendurch mit ein paar interessanten Küchenrezepten und etwas „Unnützem Wissen“ aus fernen Ländern.

Beginnen möchte ich mit einem dieser Erlebnisse, die sich fotografisch nicht darstellen lassen, die sich aber so fest ins Gedächtnis graben, dass man sie nie wieder vergisst. Zur Untermalung ein paar Fotos vom Land, die Geschichte dazu spielt im Meer.

Vor ein paar Jahren hatten wir die geniale Gelegenheit, an einer Galapagos-Kreuzfahrt mit Ecoventura teilnehmen zu können. Bei Ecoventura wird ziemlich viel geschnorchelt – und einmal mit Seelöwen vor Puerto Egas. Die Babys der Galapagos-Seelöwen tummeln sich noch an Land in den Tidenpools. Die „Teenies“ dagegen dürfen schon ins Wasser, bleiben aber immer in Küstennähe, schlicht weil sie einfach noch nicht schnell genug sind, um den Haien im offenen Wasser zu entkommen.

Da schwimmen sie rum, warten bis Mama mit einem feinen Fisch wiederkommt und haben sonst nichts zu tun. Sprich, denen ist einfach nur FAD. Da kommt so eine Gruppe Menschen mit Schnorchelbrillen gerade recht zum Spielen. Galapagos-Seelöwen sind mega-intelligent, jagen sogar im Team, sprich man kann mit ihnen spielen wie mit einem Junghund. Dazu muss man aber auch runtertauchen und sich darauf einlassen, unter Wasser Pirouetten drehen und alles was sonst noch dazugehört. Die Schnorchler die nur an der Oberfläche dümpeln, die sind uninteressant. Auch Flaschentaucher haben wenig Chancen, viel zu langsam und unbeweglich.

Lieblingssport: voll auf den Menschen zuschwimmen, kurz vor dem Gesicht abbremsen, eine Wolke Luftblasen ausstoßen, blblblblblblbl – und dann blitzschnell abtauchen. Birte und ich, wir mussten ein paarmal auftauchen, Brille abnehmen und prustend loslachen – das geht nicht unter Wasser.

Wir haben bestimmt erstmal 10 Minuten mit einem der Seelöwen „getanzt“, dann wollten wir weiterschwimmen, damit die anderen der Gruppe auch was davon haben – falsch gedacht. Der kam uns sofort nach – mit ähnlichem Blick wie ein Hund: „Heee, was soll das, bitte weiterspielen, die anderen sind langweilig !!!“

Plötzlich zischt er ab, was ist denn nun los? Ach sooo, da hinten schwimmt Mama, ziemlicher Brocken. Kurzer Nasenstups und um Erlaubnis gefragt: „Darf ich bitte weiterspielen?“ Zack kehrt – und schon war der „Johnny“ wieder bei uns.

Die Megasituation: Eine Felsnase ragt vom Land ins Wasser. „Johnny“ auf der einen Seite, ich auf der anderen. Das geht jetzt fast schon in Richtung Telepathie, ist aber vermutlich einfach nur Verstehen wie ein Säugetier im Spielemodus so tickt. Ich wusste es jedenfalls einfach: Versteckspiel, der Seelöwen-Teenie schwimmt jetzt an die Spitze der Felsnase und lugt ums Eck. Ich natürlich das gleiche, am Fels entlang langsam nach vorne schwimmen, einmal ums Felseneck geschaut, Seelöwengesicht direkt vor meiner Nase, blblblblblbl, jippiiiieee – und abgedreht. Berühren ist übrigens unmöglich, die sind sowas von blitzschnell und weichen sofort jeder Armbewegung aus.

Sprich: Wenn ihr mal die Gelegenheit habt und nach Galapagos kommt, Schnorcheln auf dem Programm steht und ein Seelöwenteenie auftaucht: Spielen, nicht nur Schauen!

Sonnige Grüße aus dem Salzkammergut,
Robertito